Marglilove – Wandern im St.Galler Rheintal

Zeitbedarf (ohne Fahrt) Distanz (Richtwert) Höchster Punkt Schwierigkeit Voraussetzungen
5 Stunden 9 km 2’123 m T4 - Alpinwandern Trittsicherheit
Schwindelfreiheit
 
Die Morgenstunden eignen sich bestens fürs Fotografieren

Die Morgenstunden eignen sich bestens fürs Fotografieren

Viele Wege führen auf den Margli, wir starten aber meistens vom Buchser Malbun aus. Mit ca. 3.5 h rauf und runter braucht die Wanderung auf den Margelchopf nicht viel Planung und ist auch für Wanderanfänger ziemlich gut geeignet – ein „extended Spaziergang“ also. Am Wochenende verkehrt ein Bus zwischen dem Bahnhof Buchs und dem Berghaus Malbun. Parkplätze sind ebenfalls genügend vorhanden, jedoch entgeltlich. Wenn man aber bei der Rückkehr im Berghaus einkehrt, werden die Parkgebühren zurückerstattet. Beim Berghaus angekommen, führt der erste Teil des Wanderweges über eine grosse Wiese. Nach einem kurzen, steilen Waldabschnitt gelangt man schnell zu einem Stall. Danach führt ein Wiesenweg direkt zum spannendsten und lohnenswertesten Teil der Wanderung. Ein schmales Weglein führt über Stock und Stein an kleinen und auch mal grösseren Seelein vorbei. Schöne Blümchen zu bestaunen gibt’s natürlich auch! Und Kühe auch! Ab diesem Abschnitt hat man sein Ziel bis zum Gipfel immer im Blickfeld. Der letzte, durchaus anstrengende Teil der Wanderung führt zum Fusse des Gipfels – dort wo der Margelchopf in seiner felsigen Pracht entspringt. Das letzte Weglein braucht ein wenig Geschick und Beweglichkeit (ich liebe diesen Klettertel). Die letzten Hürden überwunden, steht das Gipfelkreuz vor einem und es ist gewiss – der Margli zieht einen in den Bann! Die Aussicht ist einfach einzigartig! Ein Berg für jedermann/-frau und für jede Zeit.

Die Aussicht vom Gipfel des Margelchopfs auf den Nachbarberg.

Die Aussicht vom Gipfel des Margelchopfs auf den Nachbarberg.

Das letzte Mal waren wir im Sommer vor unseren Portugal-Wanderferien auf dem Margli, um unsere neuen Osprey-Bags einzulaufen und das Wandern mit viel Gepäck zu testen. Zuerst wollten wir am Vorabend auf den Margli und oben mit dem Zelt übernachten. Das Wetter war aber etwas unsicher, so entschieden wir uns für eine Sonnenaufgangswanderung. Um 4:30 Uhr (viel zu früh, ich noch ein wenig zickig!!!) fuhren wir in Richtung Malbun. Liams App war wohl etwas ungenau, denn es dämmerte noch lange nicht. Wir fuhren also im Stockdunkeln den kurvigen Weg nach oben. Zum Glück vertraue ich den neumodischen Apps nicht gleichermassen und packte noch eine Stirnlampe ein. Obwohl wir den Margli gut kennen und eben die Stirnlampe dabei hatten, fanden wir den Einstieg nur schlecht. Alle Mühe und vorallem das frühe Aufstehen lohnten sich aber allemal. Als es zu dämmern begann und das Rheintal abwechselnd in verschiedenen Farben leuchtete, war es wieder einmal um uns geschehen: ich nenne es Marglilove.

 

Seit kurzem wohnen Liam und ich quasi am Fusse des Bergleins. Wir können die 2163m von unserem Balkon aus in allen Facetten bestaunen: verschneit, eingenebelt, felsig, bei schönem und bei schlechtem Wetter…. Liam behauptet sogar steif und fest, er hätte letztens den Samichlaus (Nikolaus) mit seinem Eselein den Berg runterwandern sehen – also ich glaube das ja nicht!

 
WandernLiaSommer