Liam läuft den Marathon - Meine kleinen Helferlein

 

Es ist einen Monat her, seitdem ich meine Ambition, einen Marathon zu laufen, mit euch Lesern geteilt habe. Der zweite Monat hat eben begonnen und es ist deshalb an der Zeit, auf die vergangenen Wochen zurückzublicken und neue Ziele für den November festzulegen. Damit die monatlichen Beiträge nicht bloss mich betreffen, will ich zusätzlich ein Thema ansprechen, das vielleicht auch für euch hilfreich sein könnte. Heute werde ich zusätzlich über meine kleinen Helferlein sprechen. Damit ist nicht etwa Doping oder Ähnliches gemeint, sondern meine Ausrüstung und die kleinen Hilfsmittel, die mich auf dem Weg begleiten. Das Wichtigste kommt aber zuerst: Habe ich mein festgelegtes Monatsziel erreicht?

Erstes Zwischenziel erreicht!

Wie es der Titel bereits verrät, habe ich das Ziel, 150 Kilometer in einem Monat zu laufen, tatsächlich erreicht! Ich muss an dieser Stelle auch gestehen, dass mich die niedergeschriebenen Worte tatsächlich auch zusätzlich motiviert haben, so viel zu Laufen. Als ich nach einer Woche bereits mehr als 50 abstreichen konnte, wusste ich auch, dass dieses Ziel realistisch zu erreichen war. Nach nur 21 Tagen hatte ich die 150 auch bereits erreicht und habe während des ganzen Monats 212.3 km zurückgelegt. Über 60 Kilometer mehr als ich mir vorgenommen hatte. Da darf ich mir wohl auf die Schultern klopfen.

Laufdistanz Oktober

Die akkumulierten Kilometer des ganzen Monats

An einem anderen Ort schrumpfen die Zahlen auch bereits ein wenig, nämlich auf der Waage. Der Trend zeigt zwar bereits nach unten, dennoch glaube ich, dass es da noch Potenzial gibt. Leichtere Läufer sind deutlich schneller und bei mir könnte es definitiv nicht schaden, die letzten Fettpölsterchen (oder Engländerbäuchlein wie es Lia liebevoll nennt) noch zu verlieren. Nicht immer einfach wenn man für den Blog leckere Desserts backt.

Die kleinen Helferlein

Wie bereits erwähnt, werde ich diesen Beitrag nutzen, euch über meine Ausrüstung zu informieren und was ich alles so empfehlen kann (und vielleicht was nicht).

Zwei ist eins und eins ist keins - Meine Schuhe

Wohl das wichtigste Equipment beim Laufen sind die Schuhe. Als regelmässiger Läufer habe ich nicht nur ein paar, sondern zwei paar Schuhe. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass ich immer ein trockenes paar Schuhe habe. Mit unterschiedlichen Schuhen zu trainieren, kann Verletzungen vorbeugen! Weil ich für Läufe mit einer grösseren Distanz (ab ca. 8 km) gut gepolsterte Schuhe trage, habe ich ein zweites sehr unterschiedliches Paar für die kürzeren Runden.

Bereits länger im Einsatz: Meine Laufschuhe

Bereits länger im Einsatz: Meine Laufschuhe

Die beiden Schuhe könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch die Muskeln, die dabei zum Einsatz kommen, unterscheiden sich. Dies weiss ich, weil mir die Beine am Tag danach an unterschiedlichen Stellen schmerzen. Für mich die Bestätigung, dass es sich lohnt, zwei paar möglichst unterschiedliche Schuhe zu verwenden.

Für kaltes und warmes Wetter - Meine Bekleidung

An dieser Stelle gibt es nichts sonderbares zu berichten. Meine Standardausrüstung ist ein Sportshirt und -shorts. Für kältere Tage habe ich zusätzlich lange Jogginghosen und lange Funktionsshirts. Kürzlich habe ich mir ein Stirnband zugelegt, weil mir der Schweiss immer in den Augen brannte. Sieht etwas blöd aus, erfüllt aber seinen Zweck!

Auch im Regen verwende ich die gleiche Kleidung. Ich habe zwar eine leichte Regenjacke, die ich manchmal beim Mountainbiken verwende. Wenn ich unter der schwitze, wird es mir aber zu unangenehm.

Für den Wassertransport - Mein CamelBak

Ich habe jede Möglichkeit, Wasser beim Laufen zu transportieren, ausprobiert. Zu viele Gurte und Seitentaschen habe ich mir mit der Hoffnung, die perfekte Lösung gefunden zu haben, gekauft. Eines meiner Lebensmottos, "buy nice or buy twice", trifft an dieser Stelle auf jeden Fall zu. Seitdem ich einen CamelBak Marathoner gekauft habe (ich lies mich vom Blogger DC Rainmaker davon überzeugen), habe ich alle anderen Optionen sofort aufgegeben.

Mein CamelBak bietet Platz für das nötigste

Mein CamelBak bietet Platz für das nötigste

Ja, der CamelBak ist nicht unbedingt billig, aber er bewegt sich nicht beim Laufen, hat Platz für ein Wasserreservoir und bietet genügend Stauraum für Schlüssel, Smartphone und sogar meine kleine Actionkamera. An dieser Stelle kann ich euch wirklich davon abraten, zu sparen.

Misst meine Leistung - Ein altes Smartphone

Mir scheint, ich bin einer der wenigen Läufer, die noch keine Uhr haben, um ihre Kilometer zu messen. Ich verwende dafür mein altes Android Smartphone (ein Nexus 5) mit der Strava App. Zwar trage ich im alltäglichen Leben eine Smartwatch, die auch mit GPS ausgerüstet ist, der Akku ist aber viel zu schwach für lange Läufe (etwas, was bei vielen Smartwatches im Vergleich zu dedizierten Sportuhren bemängelt wird). Zusätzlich habe ich einen Pulsmesser mit dem Smartphone verbunden. Strava kann zusätzlich die Schrittfrequenz mit den Sensoren des Smartphones messen; ist wahrscheinlich nicht so exakt wie ein Sensor am Schuh, momentan für mich aber ausreichend.

Damit die Daten aufgezeichnet werden: Ein altes Smartphone und ein Pulsmesser

Damit die Daten aufgezeichnet werden: Ein altes Smartphone und ein Pulsmesser

Die zweitwichtigste App auf meinem Smartphone ist meine Podcast App (ich verwende dafür Pocket Casts). Während dem Laufen höre grundsätzlich immer Podcasts. Ich bin der Überzeugung, dass ich dadurch auch länger laufe ("nur noch diesen einen Podcast fertig hören").

Tun dem Körper gut - Nahrungsergänzung

Wer viel läuft, belastet seinen Körper. Auch bei mir ist das der Fall und ich spüre, wie mein Körper an gewissen Tagen leidet. Und hier schleicht sich auch ein grosser Widerspruch in mein Leben ein: Obwohl ich Vegetarier bin, kann ich auf meine Fischölkapseln nicht verzichten. Die Vorteile, die ich dadurch verspüre, kann ich einfach nicht vernachlässigen. Fischöl hilft mir, schneller zu erholen und ich kann dadurch an mehr Tagen aktiv sein.

Die zweite Nahrungsergänzung, auf die ich momentan nicht verzichten kann, sind Elektrolyten. Ich nehme momentan fast täglich eine Brausetablette von denen zu mir, da ich sonst unter krampfenden Beinen leide. Meist reicht eine vormittags, wenn ich aber während dem Training viel schwitze, greife ich direkt nach dem Duschen danach.

Für die Erholung - Foam Roller

Der Foam Roller, auch Faszienrolle und Hartschaumrolle genannt, so simpel wie er ist, ist das beste für die Erholung nach langen Läufen. Ganz einfach vor dem TV oder kurz vor dem Bett sich selbst massieren - es gibt nichts angenehmeres für die müden Beine und verspannte Rücken!

Ein Foam Roller für die Zeit nach dem Laufen

Ein Foam Roller für die Zeit nach dem Laufen

Mein zweites Zwischenziel

Und nun ist es an der Zeit, ein zweites Zwischenziel festzulegen. Ich habe das Gefühl, noch weiter in einem Monat zu laufen, würde meinem Körper eher schaden als gut zu tun. Deshalb werde ich in diesem Monat wieder 200 km anpeilen. Mein bisher längster Lauf war 18.3 km, da ist noch Verbesserungspotenzial vorhanden. Als längste Distanz will ich diesen Monat einen halben Marathon laufen (21.1 km).

Weil ich vom letzten Beitrag so motiviert war, will ich zusätzlich versuchen, mein Gewicht etwas mehr zu verringern. Dabei ziele ich einen Gewichtsverlust von 2.5 kg bis Anfang Dezember an.