Mein grosses sportliches Ziel - Der Anfang

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Vor drei oder vier Jahren (bevor es Lia & Liam überhaupt gab) hatte ich ein grosses, sportliches Ziel: Ich wollte einen Marathon laufen. Damals hatte ich keine Mühe, mehr als 20 km zum Spass, auch an einem Freitagabend, zu laufen. Ein halber Marathon war easy, es schien der nächste, logische Schritt zu sein, diese Distanz zu verdoppeln. Ich sehnte mich danach, mein sportliches Können endlich einmal beweisen zu können. Ein Velounfall mit gerissenem Meniskus später (Zürich und seine mühsamen Tramlinien) und dieses Ziel schien unerreichbar. Kaum ein Viertel meiner bisherigen Leistung konnte ich noch laufen, bevor ich wegen Schmerzen im linken Knie aufgeben musste. Es dauerte nicht lange, bis ich das Laufen fast gänzlich aufgab. Eine Physiotherapie und viele Monate im Fitnesscenter beim Spinning später und mein Knie fühlte sich langsam wieder fast so stark an wie früher. Es wäre nicht gelogen, zu sagen, dass ich mich in den folgenden Monaten selbst ein wenig enttäuschte. Es fehlte die Disziplin, die ich mir zuvor hart erarbeitet hatte und meine wöchentlichen Kilometer sanken immer mehr.

Ab heute will ich dies wieder ändern und einen Neujahrsvorsatz noch vor Neujahr fassen. Wenn ich in den Spiegel schaue und mein Mini-Engländer-Ränzchen betrachte, verfolge ich ab jetzt mein Ziel wieder mit höchster Motivation: Im nächsten Jahr will ich einen Marathon laufen! Mein Plan ist es, den Zürich Marathon am 22. April 2018 zu laufen. Ich sollte also genügend Zeit haben, mich darauf vorbereiten zu können. Und wenn ich dabei etwas Gewicht verliere, hat sogar meine Liebste etwas davon!

Warum ich dieses Ziel mit der Welt teile

Vielleicht hast du dich auch gefragt, weshalb ich meine Ziele auf diesem Blog teile. Was erhoffe ich mir dabei? Um die Antwort zu finden, betrachten wir am einfachsten eine Studie aus dem Jahr 2015 von Professor Gail Matthes. In seiner Studie stehen folgende Punkte im Fokus, die zum Erfüllen von Zielen führen:

  1. Rechenschaftspflicht: Teilnehmer der Studie, die einen wöchentlichen Statusreport an jemanden, den sie kannten, schickten, erreichten signifikant mehr als alle anderen.

  2. Verpflichtung: Teilnehmer, die ihre Verpflichtungen an eine bekannte Person schickten, erreichten deutlich mehr.

  3. Niedergeschriebene Ziele: Teilnehmer, die ihre Ziele niederschrieben, erreichten deutlich mehr, als die, die keine Ziele niederschrieben.

Es gibt für mich keinen besseren Ort, als hier auf diesem Blog diese drei Voraussetzungen zu erfüllen. Ich werde zwar keinen wöchentlichen Statusreport schreiben, aber ein monatliches Update erfüllt hoffentlich denselben Zweck. Unsere Leser sind zwar nicht alle Bekannte von mir, ich erfreue mich aber trotzdem über einen Kommentar (ganz nach unten scrollen!). Mein Ziel ist ab heute niedergeschrieben und das Internet vergisst bekanntlich nie.

Mein Vorgehen

Einen Marathon zu laufen, hört sich für mich immer noch wie etwas Unerreichbares an. Da ich aber noch genügend Zeit bis zum Tag der Entscheidung habe, werde ich dieses grosse Ziel auf kleinere, erreichbare Zwischenziele herunterbrechen. Mein Plan ist es, am ersten jeden Monats (so wie heute) einen neuen Statusreport zu schreiben und mein Zwischenziel für den kommenden Monat festzulegen.

Was ich auf den Weg mitnehme

Ein so ambitiöses Ziel zu erreichen, wäre wahrscheinlich beeindruckender, wenn ich seit Jahren vollkommen unsportlich gewesen wäre. Aber dies ist nicht der Fall und das will ich euch nicht vorenthalten. In den letzten Monaten war ich regelmässig laufen und bei schönem Wetter verbringe ich meine Wochenende im Sommer entweder auf dem Bike oder zu Fuss in den Bergen. Ich fange also nicht von Null an und habe (so behaupte ich zumindest) eine gute Basis um loszulegen. Meine Ausrüstung ist auch schon bereit und ich werde jeden Kilometer mit meinem Smartphone registrieren.

An dieser Stelle habe ich aber nicht nur positive Nachrichten. Was mich immer noch belastet und hindert sind meine Knie: Während den ärztlichen Untersuchungen zum Meniskusriss wurde entdeckt, dass meine Knorpel zwischen den Gelenken dünner sind als beim Durchschnittsmenschen. Dies hat zur Folge, dass ich bei längeren Strecken manchmal immer noch Schmerzen verspüre. Bis jetzt war es zum Glück noch nie so schlimm, dass ich umkehren musste. Ich hoffe meine Knie halten der höheren Belastung mindestens bis nach Erreichen meines Ziels stand.

Mein erstes Zwischenziel

Weil ich mir noch gar nicht sicher bin, was für Ziele ich mir setzen soll, fange ich einfach an. Mein Zwischenziel soll ambitiös und doch realistisch sein. Deshalb habe ich mich entschieden, dass ich im Verlauf des Oktobers insgesamt 150 km laufen werde. Also ungefähr drei Marathone verteilt über einen Monat - sollte im machbaren Rahmen liegen. Ob ich dies erreicht habe, erfahrt ihr hier, auf Lia & Liam, in genau einem Monat oder meldet euch am Ende dieser Seite einfach für unseren Newsletter an, um alle Neuigkeiten sofort zu erfahren. Wer meinen täglichen Fortschritt mitverfolgen möchte findet mich auch auf Strava.